Smarte Smartie-Cookies
Heute nach der Arbeit habe ich nicht gelernt beziehungsweise nicht weiter ziemlich verzweifelt versucht zu entscheiden, was ich während einer der gefühlten siebentausend vierstündigen Klausuren nächstens gerne schreiben möchte (ja, das darf ich mir nämlich ausuchen...toll), sondern stattdessen bei Bakerella rumgeklickt, die unfassbar schöne Dinge aus Essbarem herstellt.
Ob es hier in der Gegend wohl auch einen Laden gibt, in dem man Stifte bekommt, mit denen man Essen anmalen kann? Das wäre sehr in meinem Sinn. Oder vielleicht Backformen für Kuchen am Stiel?! Ich wollte dann eigentlich sofort die Krümelmonstermuffins herstellen, aber ich besitze keine Muffinformen, und als mir das einfiel, war es - wie sollte es auch anders sein - nach acht Uhr. Muffinbackformen hat der Kiosk meines Vertrauens leider nicht. (Und wenn doch würden sie sicherlich achzigtausend Euro kosten. Der Erwerb einer Muffinform am Kiosk meines Vertrauens würde dann den Lebensunterhalt der Kioskbesitzerfamilie für die nächsten Jahre sicherstellen. Nicht, dass ich daran kein Interesse hätte. Ich habe aber leider keine Achtzigtausend. Sehr schade für alle Beteiligten, q.e.d.) Deswegen habe ich mich für Cookies mit buntem Inhalt entschieden. Leider färben die Smarties beim Backen ein bisschen aus, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch; wobei ich nicht sicher sagen kann, ob ich den rohen Teig oder die fertigen Kekse köstlicher finde. Ohhhh, wirklich quasi so wie die von Subway. (Und ich muss es wissen, ich hab da mal gearbeitet. Den rohen Teig konnte man da allerdings nicht probieren, der wurde nämlich in tiefgefrorenem Zustand gebacken.)
Ich hätte wohl noch Lebensmittelfarbe und Zutaten für Glasuren und irgendein buntes Zuckerzeugs zum Verzieren kaufen sollen, für den zusätzlichen Mädchen-Glitzer-Funkel-Effekt, den ich heute eigentlich gerne gehabt hätte. Allerdings wäre das vielleicht so ein bisschen heftig geworden irgendwie. Also ich bin mir nicht sicher, ob ich dann einen ganzen Cookie hätte essen können. (Das ist natürlich gelogen. Ich hätte trotzdem eine Trillion davon gegessen, auch mit Topping.) Das sieht man jetzt auf den Bildern vielleicht nicht, WIE gut die sind. Natürlich liegt das - wie immer - am schlechten Licht und daran, dass diese Kekse weniger durch Optik als eher durch Geschmack und Konsistenz bestechen.
Ganz wichtig ist wirklich, dass man die Cookies auf keinen Fall zu lange im Ofen lässt, sondern hinausnimmt, wenn sie auch am Rand nur ein winziges Bisschen dunkler geworden sind und ansonsten noch schrecklich weich aussehen (und auch sind). Sonst werden Sie beim Abkühlen sehr knusprig und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Man muss dann in der Tat sehr vorsichtig sein, wenn man die Kekse unmittelbar nach dem Backen vom Blech holt, denn sie sind dann geradezu labberig. Ich habe das aber mit Hilfe eines großen Messers gut hinbekommen und sie sofort auf ein mit Küchentüchern ausgelegtes großes Brett befördert.
Außerdem stand in einigen Chefkoch-Kommentaren die Cookies seien sehr süß. Das ist sicher richtig. Ich weiß allerdings nicht, wie Cookies sonst sein sollten. Natürlich verklebt einem der Zucker total das Gehirn, den Mund und den Magen aber hey, es sind Kekse. Das ist der Sinn von Keksen.
Beim Backen habe ich Asimov: "Falsch korrigiert" gehört, in dem ein Roboter (programmiert nach den drei Robotergesetzen aus der Fassung von 2015 - sehr schön) mehr oder weniger unerlaubterweise ein Soziologiebuch umschreibt und ein verzweifelter Professor versucht den technologischen Fortschritt zu stoppen. Sowas finde ich gut, ich mag zwar Roboter, aber ich schätze auch Wissenschaftsbetrieb im klassischen Sinn; habe also Verständnis für Professor Hab-seinen-Namen-vergessen, auch wenn ich nicht glaube, dass seine konservative Einstellung zu viel führt (wie sich ja auch in der Geschichte abzeichnet).
Ich hoffe, irgendjemand kluges, lebendiges (meine Helden dieses Genre betreffend sind ja leider bereits verstorben) schreibt recht schnell eine große Masse an guten Science-Fiction-Kurzgeschichten und irgendjemand mit einer guten Stimme nimmt die auf, anonsten wird mich Kochen und Backen vielleicht bald eher langweilen. (Es darf mir gerne allerdings auch jemand Nachschub von Asimov, Lem, Herbert Franke, Philip K. Dick oder so zukommen lassen oder mir was anderes empfehlen.)

Zutaten
280 g Mehl
250 g Butter
100 g Zucker, braun
130 g Zucker
2 Eier
1 TL Natron
½ TL Salz
1 Pck. Vanillezucker
eine Tüte von diesen kleinen Smartie-Päckchen mit den Mini-Smarties, da sind so um die 200 g drin
Zubereitung
Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Butter mit braunem und weißen Zucker schaumig schlagen. Eier, Salz, Vanillezucker unterquirlen. Mehl mit Natron vermischen. Mehl nach und nach zu ButterZucker geben, verrühren. Alle Smarties auspacken und auf den Teig kippen, der dann so ausschaut:


(Müll - Liebe deine Umwelt)
Smarties unterrühren.
In extrem großem Abstand Teig esslöffelweise aufs Blech mit Backpapier setzen. Es stimmt schon was im Rezept stand - mehr als acht Stück passen nicht auf eins.

Dann etwa 8 bis 9 Minuten backen. Zwischendurch mal nachgucken. Also die Ränder sollten leicht braun sein, die Mitte noch sehr feucht, alles in allem sehr weich. (Da die 8 bis 9 Minuten bei meinem Ofen tatsächlich etwa hingekommen sind, könnt ich mir vorstellen, dass es bei wem anders mit einem nach 1900 hergestellten Herd etwas schneller geht.) So sind sie perfekt:

Und so schon deutlich zu dunkel:

Dann sofort aus dem Ofen nehmen und ganz vorsichtig auf eine Platte oder ein Brett zum Auskühlen setzen - auf jeden Fall nicht aufm Blech lassen.
Knusprig sollten sie beim Abkühlen nämlich nicht werden, bloß etwas stabiler, aber innen noch weich. Sonst warense zu lang im Ofen. (Beim nächsten Blech besser aufpassen!!)
Leckerleckerlecker.
(Es sollte jetzt allerdings jemand kommen und den Rest essen - in mich geht genaugenommen gar nichts mehr rein; also ginge schon, soll aber nicht. Wer will?)
Für eine zusätzliche Dosis an Bunt & Süß empfehle ich mir selbst das nächste Mal eine Cookie-Eiscreme-Torte mit Zuckerstreuseln. Fancy.

(via Bakerella)
Gute Nacht.
(And if you are a ghost, I'll call your name again.)
Ob es hier in der Gegend wohl auch einen Laden gibt, in dem man Stifte bekommt, mit denen man Essen anmalen kann? Das wäre sehr in meinem Sinn. Oder vielleicht Backformen für Kuchen am Stiel?! Ich wollte dann eigentlich sofort die Krümelmonstermuffins herstellen, aber ich besitze keine Muffinformen, und als mir das einfiel, war es - wie sollte es auch anders sein - nach acht Uhr. Muffinbackformen hat der Kiosk meines Vertrauens leider nicht. (Und wenn doch würden sie sicherlich achzigtausend Euro kosten. Der Erwerb einer Muffinform am Kiosk meines Vertrauens würde dann den Lebensunterhalt der Kioskbesitzerfamilie für die nächsten Jahre sicherstellen. Nicht, dass ich daran kein Interesse hätte. Ich habe aber leider keine Achtzigtausend. Sehr schade für alle Beteiligten, q.e.d.) Deswegen habe ich mich für Cookies mit buntem Inhalt entschieden. Leider färben die Smarties beim Backen ein bisschen aus, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch; wobei ich nicht sicher sagen kann, ob ich den rohen Teig oder die fertigen Kekse köstlicher finde. Ohhhh, wirklich quasi so wie die von Subway. (Und ich muss es wissen, ich hab da mal gearbeitet. Den rohen Teig konnte man da allerdings nicht probieren, der wurde nämlich in tiefgefrorenem Zustand gebacken.)
Ich hätte wohl noch Lebensmittelfarbe und Zutaten für Glasuren und irgendein buntes Zuckerzeugs zum Verzieren kaufen sollen, für den zusätzlichen Mädchen-Glitzer-Funkel-Effekt, den ich heute eigentlich gerne gehabt hätte. Allerdings wäre das vielleicht so ein bisschen heftig geworden irgendwie. Also ich bin mir nicht sicher, ob ich dann einen ganzen Cookie hätte essen können. (Das ist natürlich gelogen. Ich hätte trotzdem eine Trillion davon gegessen, auch mit Topping.) Das sieht man jetzt auf den Bildern vielleicht nicht, WIE gut die sind. Natürlich liegt das - wie immer - am schlechten Licht und daran, dass diese Kekse weniger durch Optik als eher durch Geschmack und Konsistenz bestechen.
Ganz wichtig ist wirklich, dass man die Cookies auf keinen Fall zu lange im Ofen lässt, sondern hinausnimmt, wenn sie auch am Rand nur ein winziges Bisschen dunkler geworden sind und ansonsten noch schrecklich weich aussehen (und auch sind). Sonst werden Sie beim Abkühlen sehr knusprig und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Man muss dann in der Tat sehr vorsichtig sein, wenn man die Kekse unmittelbar nach dem Backen vom Blech holt, denn sie sind dann geradezu labberig. Ich habe das aber mit Hilfe eines großen Messers gut hinbekommen und sie sofort auf ein mit Küchentüchern ausgelegtes großes Brett befördert.
Außerdem stand in einigen Chefkoch-Kommentaren die Cookies seien sehr süß. Das ist sicher richtig. Ich weiß allerdings nicht, wie Cookies sonst sein sollten. Natürlich verklebt einem der Zucker total das Gehirn, den Mund und den Magen aber hey, es sind Kekse. Das ist der Sinn von Keksen.
Beim Backen habe ich Asimov: "Falsch korrigiert" gehört, in dem ein Roboter (programmiert nach den drei Robotergesetzen aus der Fassung von 2015 - sehr schön) mehr oder weniger unerlaubterweise ein Soziologiebuch umschreibt und ein verzweifelter Professor versucht den technologischen Fortschritt zu stoppen. Sowas finde ich gut, ich mag zwar Roboter, aber ich schätze auch Wissenschaftsbetrieb im klassischen Sinn; habe also Verständnis für Professor Hab-seinen-Namen-vergessen, auch wenn ich nicht glaube, dass seine konservative Einstellung zu viel führt (wie sich ja auch in der Geschichte abzeichnet).
Ich hoffe, irgendjemand kluges, lebendiges (meine Helden dieses Genre betreffend sind ja leider bereits verstorben) schreibt recht schnell eine große Masse an guten Science-Fiction-Kurzgeschichten und irgendjemand mit einer guten Stimme nimmt die auf, anonsten wird mich Kochen und Backen vielleicht bald eher langweilen. (Es darf mir gerne allerdings auch jemand Nachschub von Asimov, Lem, Herbert Franke, Philip K. Dick oder so zukommen lassen oder mir was anderes empfehlen.)

Zutaten
280 g Mehl
250 g Butter
100 g Zucker, braun
130 g Zucker
2 Eier
1 TL Natron
½ TL Salz
1 Pck. Vanillezucker
eine Tüte von diesen kleinen Smartie-Päckchen mit den Mini-Smarties, da sind so um die 200 g drin
Zubereitung
Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Butter mit braunem und weißen Zucker schaumig schlagen. Eier, Salz, Vanillezucker unterquirlen. Mehl mit Natron vermischen. Mehl nach und nach zu ButterZucker geben, verrühren. Alle Smarties auspacken und auf den Teig kippen, der dann so ausschaut:


(Müll - Liebe deine Umwelt)
Smarties unterrühren.
In extrem großem Abstand Teig esslöffelweise aufs Blech mit Backpapier setzen. Es stimmt schon was im Rezept stand - mehr als acht Stück passen nicht auf eins.

Dann etwa 8 bis 9 Minuten backen. Zwischendurch mal nachgucken. Also die Ränder sollten leicht braun sein, die Mitte noch sehr feucht, alles in allem sehr weich. (Da die 8 bis 9 Minuten bei meinem Ofen tatsächlich etwa hingekommen sind, könnt ich mir vorstellen, dass es bei wem anders mit einem nach 1900 hergestellten Herd etwas schneller geht.) So sind sie perfekt:

Und so schon deutlich zu dunkel:

Dann sofort aus dem Ofen nehmen und ganz vorsichtig auf eine Platte oder ein Brett zum Auskühlen setzen - auf jeden Fall nicht aufm Blech lassen.
Knusprig sollten sie beim Abkühlen nämlich nicht werden, bloß etwas stabiler, aber innen noch weich. Sonst warense zu lang im Ofen. (Beim nächsten Blech besser aufpassen!!)
Leckerleckerlecker.
(Es sollte jetzt allerdings jemand kommen und den Rest essen - in mich geht genaugenommen gar nichts mehr rein; also ginge schon, soll aber nicht. Wer will?)
Für eine zusätzliche Dosis an Bunt & Süß empfehle ich mir selbst das nächste Mal eine Cookie-Eiscreme-Torte mit Zuckerstreuseln. Fancy.

(via Bakerella)
Gute Nacht.
(And if you are a ghost, I'll call your name again.)
porcelinablue - 15. Okt, 23:26




















