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Kochen mit Simon

Samstag, 3. Oktober 2009

I don't want to think about it.

Bin wieder zu Hause in K. Es war "wie immer", nur mit mehr Unternehmen und Kochen (aber mit weniger von gar nichts). Zum Beispiel folgendes drei- bzw. eigentlich viergängige Menü. (Besondere Liebe gilt den Feigen.) Gang 1 bestand aus auf dem Naschmarkt zusammengestellten Antipasti und nach dieser Einkaufserfahrung kann ich sagen: Türkische Olivenverkäufer können durchaus furchteinflößend sein. (Aber sie haben die Oliven. Daher muss man sich mit ihnen irgendwie arrangieren.)
Ansonsten bin ich zu - ja, zu traurig über meine Abwesenheit in W, um viele weitere Worte zu verlieren und die Ricotta-Küchlein so ausgiebig zu loben wie sie es eigentlich verdient hätten, die der Beste gebraten hat, oder seinen Aubergineneintopf, oder das ganze tolle Essen von Isi oder zwei-Menschen-für-Skat-dahaben oder um vom Bier zu schreiben oder der Trüffeltorte im Café Central oder der Musik, in der es meistens um Sonnenbrillen geht.
Das war der Sommer, dann kam der Herbst. Hier kommt das Essen.







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Wachtel auf Wirsinggemüse



Zutaten
1 Wachtel
1 Knoblauchzehe
einige Salbeiblätter
etwas altes Brot
Salz, Pfeffer
Olivenöl

für das Gemüse:
1 kleiner Kopf Wirsing
Butter
Speckwürfel
1 Zwiebel
Schuss Sahne
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Wachtel mit gehackten Salbeiblättern und halbierter und angedrückter Knoblauchzehe füllen. Mit etwas Brot verschließen.



Salzen, pfeffern und in einer ofenfesten Pfanne in Olivenöl von beiden Seiten anbraten.



Dann die Pfanne mitsamt der Wachtel in den Backofen stellen und den Vogel garen. Das hat so etwa 15 Minuten gedauert, vielleicht ein bisschen weniger.

Währenddessen den Wirsing putzen und in Streifen schneiden. Zwiebel fein würfeln. In einer Pfanne in etwas Butter Zwiebel und Speck andünsten, dann Wirsing dazugeben, kurz mitdünsten und dann mit etwas Wasser und Sahne ablöschen. Garen. Salzen, pfeffern.

Wenn die Wachtel fertig ist, aufs Wirsinggemüse legen und servieren.

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Kürbisrisotto im Kürbis mit frittiertem Salbei (reicht für 4 Personen)



Zutaten
2 Hokkaido-Kürbisse
ca. 200 g Risottoreis
ca. 300-500 ml Gemüsebrühe
Olivenöl
40 g Parmesan, gerieben
einige Salbeiblätter
1 Zwiebel
2 EL Butter
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Einen der beiden Kürbisse entdeckeln und aushöhlen. Die Kerne wegschmeißen, das, was vom Fruchtfleisch entfernt werden kann, aufbewahren. Den anderen Kürbis dünn schälen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Sämtliches Fruchtfleisch in Alufolie wickeln und in den Ofen legen.



Den ausgehöhlten Kürbis ebenfalls im Ofen auf ein Backblech stellen. Alles ca. 30 Minuten garen. (Die Stücke sollten gar sein, der Kürbis ebenfalls, allerdings nicht zusammenfallen, da er ja noch befüllt werden soll.

Zwiebel schälen und würfeln.
1 EL Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin anbraten. Dann Risottoreis zugeben und ebenfalls kurz mitbraten. Mit einem Teil der Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze rühren, bis der Reis die Brühe aufgesogen hat. Immer mehr Brühe nachgießen, bis der Reis irgendwann gar ist. Mit dem Rest der Brühe auch die Kürbiswürfel zugeben.

Parmesan und 1 EL Butter unterrühren. Salzen, pfeffern.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Salbei darin knusprig braten.



Risotto in den ausgehöhlten Kürbis füllen. Den Rest auf einen Teller oder in eine Auflaufform geben, den Kürbis darauf stellen, mit dem frittierten Salbei garnieren.

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Gratinierte Feigen (für 2-4 Personen als Nachtisch)



Zutaten
4 Feigen
1 TL Speisestärke
geriebene Schale von 1/2 Orange
100 g Quark
25 g zerlassene Butter
1 Ei
1 Pck. Vanillezucker
1,5 EL Zucker
Prise Salz

Zubereitung
Ofen auf 175 Grad vorheizen. Feigen vierteln und in einer kleinen Auflaufform verteilen. Ei trennen und Eigelb mit der Butter, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Quark, der Speisestärke und der Orangenschale schaumig schlagen.
Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und unter die Masse heben. Alles auf den Feigen verteilen. Im Ofen ca. 10-15 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Dazu passt bestimmt gut irgendeine rote alkoholische Soße (Likör oder so) oder auch Eis, vielleicht.
Kalorien: ca. 630

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Liebe nach Wien.

Montag, 6. Juli 2009

Wiener Spezialitäten II

Wenn home is where your heart is zutrifft, habe ich wohl mehrere zu Hause (abgesehen vom linken oberen Brustbereich). Mit 0,3 lachenden, 1,7 weinenden Augen bin ich gestern abend aus demjenigen zurückgekehrt, in dem ich prozentual definitiv zu wenig Zeit verbringe.
Zum Thema und damit keine Melancholie aufkommt (neue Flüge sind gebucht): Großes Früssen mit kandierten Äpfeln war geplant, kleines Früssen ohne kandierte Äpfel, dafür aber mit selbstgemixtem Whiskey Sour fand statt. Das lag zum einen daran, dass sich das Angebot in Wiens Supermärkten nicht auf rote Lebensmittelfarbe erstreckt - und wenn ich eins in den letzten Wochen gelernt habe, dann dass kandierte Äpfel rot sein müssen. Zum anderen waren an Tag 3 des Aufenthalts die Kräfte bereits so geschwächt, dass überraschend auftretende Energieschübe aus pragmatischen Gründen eher zum Duschen (bei konstanten 27 Grad in der Wohnung von nicht zu unterschätzender Bedeutung) oder Getränke holen genutzt wurden.
Weil Früssen nicht ganz ins Wasser fallen durfte, gab es diese "schlanke" Variante, die wir "Pfannkuchenüberraschung" oder "Schwein im Schlafrock" nennen. Ein Gericht in drei Schichten, von unten nach oben: Kotelett, Ketchup, Pfannkuchen. Eine äußerst schmackhafte und klassische Früssen-Kombination, bei der stilecht alle Bestandteile in Pfanne&Fett zubereitet werden.





Liebe nach Wien. Bald.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Früssen übertrifft man schwer!

Wer die 7. Episode der 7. Staffel Scrubs gesehen hat (die Folge gibt's hier), weiß, worum es geht.
Carla erfüllt Turk zum Hochzeitstag seinen sehnlichsten Wunsch, indem sie ihm Früssen zubereitet: Eine Kombination aus Frühstück und Abendessen, oder, einfacher ausgedrückt: Frühstück ZUM Abendessen, allerdings mit einigen obskuren Clashs wie Schinkeneiscreme, dem, so Turk: "perfekten Früssen-Dessert"!

Nach einigen Bieren in unserer Wiener Außenstelle hielten Chefkoch und Bratkartoffel-Koryphäe Simon V. (wir wissen von seinen zahlreichen, sehr italienischen Feinschmecker-Gewohnheiten) und ich es für eine brillante Idee, das Konzept zu adaptieren und in unseren straffgeplanten Tag zu integrieren.

Es gab: Pfannkuchen mit Birne, Pfannkuchen ohne Birne, Würstchen, Bratkartoffeln und eine Menge gebratenen Speck, Vanilleeis, außerdem Toast und für alles reichlich Ahornsirup, Ketchup und Mayo. Das lustige an diesem Gericht ist, dass man quasi alle seine Bestandteile in Pfannen zubereiten muss; es somit praktisch unmöglich ist, alles gleichzeitig zu kochen und man am Ende definitiv irgendwas kalt isst. Und das schöne daran: Es ist völlig egal.

Nicht so schön, dass der Herd nach der Früsserei erstmal den Geist aufgegeben hat. Aber ich glaub danach ist ein bisschen Schmollen schon ok. Hat mein Magen auch gemacht.









Liebe nach Wien.

Sonntag, 4. Januar 2009

Kochen mit Simon. Heute: Ein richtiges Sonntagsessen.

Endlich eine neue Folge von Kochen mit Simon aus unserer Außenstelle in Wien. Heute hat er etwas ganz besonderes für uns zubereitet: Eine leckere aufgewärmte Bolognesesoße mit frisch zubereiteten Nudeln. Wie genau es ging, haben wir hier in einigen leicht nachzumachenden Schritten dokumentiert. Keine Angst, es sieht schwerer aus, als es ist. Sofern man sich genau an die Anweisungen hält, kann eigentlich nichts schiefgehen.



1. Aus dem Berg des schmutzigen Geschirrs wählt man sich einen Topf und eine Pfanne. Beides spült man so gründlich, wie man möchte mit warmem Wasser und Spülmittel ab.



2. Anschließend trocknet man beides ab.



3. Dann werden die beiden Töpfe auf dem Herd positioniert.



4. Wer möchte, geht jetzt den unkonventionellen Weg, den Simon gewählt hat und kippt Nudeln, Wasser und Salz gleichzeitig in den Topf. Die Herdplatte, die sich unmittelbar unter dem Topf befindet, wird angeschaltet. Aus Gründen der Zeit- und Energieersparnis empfiehlt es sich, auch einen Deckel aufzusetzen.



5. Die Schüssel mit der von der Freundin oder jemand anderem vorbereiteten Hackfleisch-Tomaten-Mischung mit Gewürzen und einigen anderen Ingedrienzen wird dem Kühlschrank entnommen.



6. Der Inhalt der Schüssel wird hier in die Pfanne gegeben und gegebenenfalls etwas Wasser beigemischt. Auch die Platte unter der Pfanne wird nun eingeschaltet.



7. Die Sache läuft.



8. Nach der auf der Packung vorgegebenen Kochzeit mal überprüfen, ob die Konsistenz der Nudeln den Vorstellungen entspricht.



9. Sollte dies der Fall sein, das Wasser abgießen und die Nudeln auf einen (ggf. tiefen) Teller häufen.



10. Jetzt kommt ein schwieriger, aber besonders wichtiger und, so Simon, sehr italienischer Schritt: Man häuft die mittlerweile erhitzte Soße mittels eines Löffels (!) auf die Nudeln. Hierbei kann es natürlich leicht zu Unfällen à la "die ganze Küche schwimmt in Soße" kommen, aber derartige Zwischenfälle hat Simon gekonnt vermieden.



11. Hier zerhackt Simon fachmännisch "irgendwelche Kräuter", die natürlich auch dieses Mal auf keinen Fall fehlen dürfen. Seine enormen sensorischen Fähigkeiten halfen ihm dabei, die Auswahl der Kräuter exakt auf das Gericht abzustimmen.
Der Laie mag an dieser Stelle in Schwierigkeiten geraten, aber keine Angst: Wer mag, hilft sich einfach mit Basilikum.



12. Anschließend werden diese behutsam über die Nudeln gestreut.



13. Jetzt noch ein bisschen Parmesan...



14. ...und fertig ist das sonntägliche Gourmet-Menü. Guten Appetit, Simon und danke für dieses ausgewählte Rezept.

Freitag, 25. Juli 2008

Kochen mit Simon. Heute: Linseneintopf aufwärmen

Wenn Simon V. in unserer Wiener Außenstelle von seiner Freundin alleine gelassen wird, haben wir in Köln die Ehre, per Webcam live bei seinen ersten Gehversuchen in der Küche dabei sein zu dürfen und gegebenenfalls unterstützende Ratschläge zu geben.

Heute haben wir in Gemeinschaftsarbeit einen appetitlichen Linseneintopf aufgewärmt.



Hier wird die Suppe fachmännisch im Topf erhitzt.



Hier wird die Suppe in die dafür vorgesehene Suppenschale gefüllt.



Simon zerhackt "irgendwelche Kräuter" zum Bestreuen des Eintopfs -



...und fertig! Herzlichen Glückwunsch, Simon, und guten Appetit!

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Was das alles soll

"Meat & Greet" war ursprünglich ein Projekt von Anke und Marianne, zwei Studentinnen der Geisteswissenschaften, die - sicherheitshalber! - ihre Skills in guter Hausfrauenküche verbessern wollten. Zu diesem Zweck trafen sie sich mehr oder weniger regelmäßig und bekochten sich gegenseitig fleischreich, um sich danach zu betrinken. Mittlerweile hat sich das Weblog dazu zu einer Art Rezepte-Tauschbörse mit gelegentlichen Exkursen in verschiedene alltagsnahe Richtungen entwickelt.

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