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Garam Masala

Gestern hatte ich so eine dusselige Idee. Ich brauchte noch Garam Masala fürs Abendessen (Zucchinipfanne). Man hätte zwar auch alle Bestandteile einzeln ins Essen geben können aber nein, das passte mir nicht in den Kram, war ich beim Türken, gabs kein Garam Masala, hab ich mir gedacht: Eh ich jetzt ein Vermögen im Bioladen ausgebe, den ich eh nicht so leiden kann, lasse ich lieber ein Vermögen beim Türken und mach das selbst.
Garam Masala braucht man eh mal, dachte ich, "denn", so sagte ich mir, "es ist ein elementares Gewürz für indische Currys, Fleisch- und Fischgerichte, meine Liebe!"

Eine Warnung möchte ich aussprechen, bevor es irgendwer nachmacht: Das Kardamom-Kapseln-Knacken dauert einhundertausend Jahre. Ungefähr nach der Hälfte hab ich aufgegeben und stattdessen 1-2 TL bereits geriebenen Kardamom dazugepantscht. Allerdings...hat sich die Mühe echt gelohnt, ich finde das Zeug superlecker und bin ein bisschen enttäuscht, dass nicht noch mehr dabei rausgekommen ist. Dann hätte ich allen meinen Freunden ein Glas abgeben können. So ist nur eins für Elli übrig leider. Aber ich mach das wieder und dann kriegen die anderen auch was.

Und wie die Wohnung bei den verschiedenen Schritten der Zubereitung riecht, ist übrigens unbeschreiblich!



Zutaten (für zwei kleine Einmachgläschen)
5 Zimtstangen
1 Tasse grüne Kardamomkapseln (je nachdem, wieviel Schäl-Energie man hat, einen Teil davon durch eine entsprechend geringere Menge geschälten und geriebenen Kardamom ersetzen)
8 EL Gewürznelken (ganz)
8 EL Kreuzkümmel (ganz)
4 EL Koriandersamen (ganz)
8 EL schwarze Pfefferkörner

Zubereitung
Ofen auf 100 Grad vorheizen.



Alle Zutaten auf ein mit Backpapier gelegtes Backblech legen und ausbreiten.



Eine halbe Stunde im Ofen rösten, dabei zwischendurch mehrmals wenden. Gewürze sollten nicht braun, nur ein wenig dunkler werden.
Aus dem Ofen nehmen. Kardamomkapseln rauspicken und schälen. Samen zu den Gewürzen geben, Schalen wegwerfen. Zimtstangen mit einem Nudelholz in einem Geschirrhandtuch grob zerkleinern. Dann alle Gewürze gründlich vermischen und zu einem feinen Pulver mörsern. Abfüllen. Würzen!
Anikó (Gast) - 3. Jun, 13:50

Perfekte Arbeit, wenn mal wieder nix im TV läuft und man vor Langeweile stirbt, oder? Ich bin allerdings prädestiniert für solche Arbeiten :) Hört sich gut an, werd ich mal ausprobieren, wenn wieder etwas mehr Zeit ist und ich nicht jeden Abend halb zehn aufm Sofa wegpenn ...

susanne (Gast) - 3. Jun, 22:18

Du bist wahnsinnig. Aber ich beteilige mich gerne an der nächsten Aktion. Was, meine Liebe, würzt man damit eigentlich? Oder oute ich mich damit jetzt als völlig unwissend?

porcelinablue (Gast) - 4. Jun, 00:46

@anikó: der trick: fernseher in der küche so wie bei uns. dann kann man garam masala zubereiten obWOHL was im fernsehn kommt ;) finde ich super.

@susanne: wie im beitrag steht: currys, also zB sowas wie wir am wochenende gemacht haben, mit huhn und gemüse. beispielsweise auch das zucchinigericht, das ich gestern gepostet habe (und das WIRKLICH super war). eigentlich alles, was aus gemüse/fleisch besteht und das man in den wok/die pfanne schmeißt.

KochSchlampe (Gast) - 5. Jun, 11:39

Ich bin bisher immer zu faul gewesen, meine Gewürzmischungen selber herzustellen, wenn man einmal von mixed spice absieht. Das mag auch daran liegen, dass ich Garam Masala in mindestens einer an- und einer unangebrochenen Form in meinem Gewürzkästchen habe.

Klint aber, als würde sich die Arbeit lohnen.
(Und einen Fernseher habe ich eh nicht)

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Was das alles soll

"Meat & Greet" war ursprünglich ein Projekt von Anke und Marianne, zwei Studentinnen der Geisteswissenschaften, die - sicherheitshalber! - ihre Skills in guter Hausfrauenküche verbessern wollten. Zu diesem Zweck trafen sie sich mehr oder weniger regelmäßig und bekochten sich gegenseitig fleischreich, um sich danach zu betrinken. Mittlerweile hat sich das Weblog dazu zu einer Art Rezepte-Tauschbörse mit gelegentlichen Exkursen in verschiedene alltagsnahe Richtungen entwickelt.

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