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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Zornkekse

Bei schlechter Laune empfiehlt es sich, Plätzchen zu backen, und zwar nachts um 1:13 Uhr. Ich habe für solche Fälle ein entsprechendes Rezept, nach dem sich bei Bedarf auch Traurigkeits- oder Verzweiflungskekse herstellen lassen. Es ist allerdings nicht ganz unkompliziert und es ist sehr wichtig, sich beim Nachbacken exakt an die angegebenen Mengenangaben und Zubereitungshinweise zu halten. Auf Regelverstöße reagiert das Backergebnis mit hoher Sensibilität. Zubereitung vom Küchebetreten zum In-den-Ofen schieben dauert maximal elf Minuten.

1. Ofen auf 180 Grad vorheizen.
2. Abwiegen, wieviel Butter noch da ist. (In diesem Fall: 52 Gramm.)
3. Doppelt so viel Mehl (in diesem Fall: 104 Gramm) in eine Schüssel geben. Mit einem Viertel so viel Zucker (in diesem Fall: 26 Gramm) vermischen.
4. Die Butter in Stücke schneiden und unter den Teig kneten.
5. Etwas Wasser (in diesem Fall: ca. 1-2 EL) einkneten.
6. Den Teig probieren. (Ca. 1/16 aufessen, wenn alles doof schmeckt, hat's seine Richtigkeit.)
7. So viel Zucker nachkippen, wie nötig ist. Nicht besonders wütende Menschen kommen mit der angegebenen Zuckermenge (halb so viel wie Butter) vielleicht hin.
8. Teig erneut probieren (ca. ein weiteres Viertel aufessen, Teig sollte immernoch doof schmecken, davon nicht beirren lassen).
9. Restlichen Teig erst zu einem Klumpen, dann zu einer Rolle formen.
10. Backblech mit Backpapier auslegen.
11. Teigrolle in kleine Scheiben schneiden. Diese beim Schneiden leicht zerdrücken (sollten nicht rund sein).
12. Keksscheiben aufs Blech werfen, backen, ca. 10 Minuten.
13. Alles (in diesem Fall: alles) noch heiß aufessen und sich dabei die Zunge oder, besser, den Gaumen verbrennen. (Beides gleichzeitig: Keks direkt aus dem Backofen auf die Zunge legen und Zunge mit Keks von unten gegen den Gaumen pressen.)

Viel Spaß.










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Was das alles soll

"Meat & Greet" war ursprünglich ein Projekt von Anke und Marianne, zwei Studentinnen der Geisteswissenschaften, die - sicherheitshalber! - ihre Skills in guter Hausfrauenküche verbessern wollten. Zu diesem Zweck trafen sie sich mehr oder weniger regelmäßig und bekochten sich gegenseitig fleischreich, um sich danach zu betrinken. Mittlerweile hat sich das Weblog dazu zu einer Art Rezepte-Tauschbörse mit gelegentlichen Exkursen in verschiedene alltagsnahe Richtungen entwickelt.

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