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Sonntag, 21. Juni 2009

Lachsfilet auf Impro-Gemüse

Dieses Essen war so lecker, dass ich mir noch irgendeinen kürzeren, schmissigen Namen dafür ausdenken muss. Einen Namen, den meine zukünftigen Kinder mit "Mamaaaaa, gibts heut abend XYZ" (XYZ ist jetzt nicht der schmissige Name, sondern ein Platzhalter für den Namen, den ich mir noch ausdenke) durch die Wohnung schreien werden. So lecker war das.
Na ja, doch, schon ziemlich lecker, dafür, dass ich komplett ohne Re- oder Konzept vorgegangen bin. Jedenfalls war jede Zutat elementar (das muss man erstmal schaffen) und alles hat wider Erwarten prima zusammen gepasst - das ist bei meinen Improvisationsgerichten erstens eher selten (ganz anders als bei Anke, es handelt sich bei ihr um die Improvisations-KÖnigin), und zweitens schreit die Kombination von Sauerkraut und Lachs oder Sauerkraut und Bohnen oder Bohnen und Sprossen nicht gerade "ISS MICH", jedenfalls hatte ich den Ruf bisher nicht gehört. Vor allem die Sprossen sind toll in dem Essen.
Was ich immer schwierig finde ist, die richtigen Gewürze auszuwählen. Das muss ich noch ein bisschen lernen. Falls da jemand spontan eine Eingebung hat, ich nehm sie gerne an.



Hier das nachgezeichnete Rezept ohne genaue Mengenangaben.
Ich übernehme keine Haftung für irgendwelche Folgeschäden und wiederhole: ICH fand es prima. Vielleicht, weil ich einfach alles mit Lachs prima finde. Oder weil es wirklich gut ist. (Achso, und: Dank an Elli für die Inspiration mit dem Sauerkraut im Wok.)

Zutaten (für 1 Person)
1 Lachsfilet, aufgetaut oder frisch
eine Handvoll gemischte Sprossen
ein paar Champignons (falls doch irgendeine Zutat nicht soooo zentral ist, sind es die Champignons)
1/2 Apfel, geschält
eine Handvoll grüne Bohnen
eine Handvoll Sauerkraut
1 Knoblauchzehe
ein paar Zweige Rosmarin & Thymian
ca. 1/2-1 TL Paprikapulver
etwas neutrales Öl
Limettensaft
Salz Pfeffer

Zubereitung
Den Ofen auf 100 Grad vorheizen.

Alles Gemüse waschen und ggf. kleinschneiden (habe die Bohnen halbiert, die Champignons geviertelt).

Das Lachsfilet salzen, pfeffern, mit Zitronen- oder Limettensaft einreiben und in etwas Öl von beiden Seiten zusammen mit den Kräuterzweigen und der angedrückten Knoblauchzehe anbraten. Es muss/sollte nicht ganz durch sein, denn es wird jetzt im Ofen warmgehalten und gart dabei nach. Also: Lachs auf Teller legen, in den Ofen schieben.

Die Bohnen in die Pfanne/den Wok geben, in dem der Lachs gebraten wurde, und im restlichen Fett ein bisschen schwenken. Einen Schuss Wasser zugeben und kochen, bis sie noch sehr knackig, aber schonmal angegart sind - ein paar Minuten eben. Dann Saurkraut, Pilze, Paprikapulver und Apfel zugeben. Wieder ein paar Minuten garen, dann Sprossen dazu. Unter Rühren fetig garen. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Lachs aus dem Ofen nehmen, vom Teller, Gemüse auf den Teller, Lachs aufs Gemüse, fertig.

Kartoffel-Spargel-Salat

"...und das eine von deinem Salat, vll. magst du ja bloggen."
Mit Vergnügen, liebe M.!
Pünktlich zum Abschluss der Saison gibt es ein Rezept für einen unglaublich guten Salat von grünem Spargel, Kartoffel und Möhre mit einer asiatischen Marinade. Ich hätte gerne 1 Badewanne voll von diesem Essen.

Photobucket

Zutaten (für 4 Personen)
500 g Kartoffeln
500 g grüner Spargel
2 Karotten
3 Knoblauchzehen
1 EL neutrales Öl
2 TL Sesamöl
4 EL Sojasoße
2 EL Limettensaft
1 TL Honig
frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Sesam
1 Bund Schnittlauch

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser nicht zu weich kochen, in Scheiben schneiden, erkalten lassen. Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten und beiseite stellen.
Den Spargel in nicht zu kleine Stücke schneiden, die Möhren in Scheiben oder Stifte schneiden und die Knoblauchzehen halbieren. Den Schnittlauch je nach Geschmack in kleinere oder größere Ringe schneiden.
Neutrales Öl und Sesamöl in Wok oder Pfanne erhitzen und Spargel, Karotten sowie Knoblauch 4-5 Minuten anbraten. In der Zwischenzeit Sojasoße, Limettensaft, Honig und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Wenn Karotten und Spargel gar aber noch bissfest sind, alle Zutaten inklusive Sesam und Schnittlauch in einer Schüssel vermischen und kurz durchziehen lassen und dann schnellstens essen.

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Was das alles soll

"Meat & Greet" war ursprünglich ein Projekt von Anke und Marianne, zwei Studentinnen der Geisteswissenschaften, die - sicherheitshalber! - ihre Skills in guter Hausfrauenküche verbessern wollten. Zu diesem Zweck trafen sie sich mehr oder weniger regelmäßig und bekochten sich gegenseitig fleischreich, um sich danach zu betrinken. Mittlerweile hat sich das Weblog dazu zu einer Art Rezepte-Tauschbörse mit gelegentlichen Exkursen in verschiedene alltagsnahe Richtungen entwickelt.

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Zuletzt aktualisiert: 16. Dez, 12:23