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Freitag, 22. Mai 2009

Korrelationen

Meine Freundin hat neulich ausgerechnet, dass sie bei allen schriftlichen Arbeiten an der Uni pro zehn Seiten ein Kilo zugenommen hat. (Magister-Arbeit ausgenommen, ihr Glück.) Bei mir verhält es sich umgekehrt analog, wenn man so sagen kann. Ich nehme pro zehn Seiten Magisterarbeit (mindestens) ein Kilo ab. Das ist doch gut. Und die Überleitung zur zweiten Feststellung des Abends: Diesen Effekt habe ich sicher unter anderem Flüssigsüßstoff zu verdanken. Als ich eben ein bisschen bei den Kochschlampen gelesen habe, fiel mir auf, dass Anke und ich sicher die einzigen Food-Blog-Betreiber sind, die kein Problem mit Light-Produkten haben. (Generell wird bei uns ja erfrischend undogmatisch gekocht, ne!?) Im Gegenteil - ich schätze schaurig-chemischen 0,1%-Pudding, fettreduzierten Ziegenkäse und Joghurt-Margarine. Hiermit bekenne ich mich zu gestörtem Essverhalten und oute mich als vermutlich süßstoffsüchtig. Jaja, ich weiß, Schweinemast, appetitanregend und so..aber mal im Ernst. Wenn ich eh schon darauf achte, was ich esse, ich folglich also nicht 5 Tafeln Schokolade auf einmal in mich reinschiebe, wie es eigentlich meinem Naturell entspräche - und zwar ganz und gar -, ist es völlig wurscht, ob ich mich um 0,01% mehr zusammen reißen muss, weil ich durch den Genuss einer Süßstofftablette 0,01% mehr Lust auf Essen habe als sowieSO schon, oder? Darauf einen entkoffeinierten Kaffee mit großzügig Saccharin.

Dorade mit Fenchelgemüse

Mjamjamjamjam.
(Leider ist mir der Fenchel angebrannt. Ständig brennt mir irgendwas an.)
Auf dem 2. Foto sieht es ein bisschen aus wie Fish&Chips. Ist es aber nicht. Es ist aromatisch und gesund!!! Deswegen hab ich es am Folgetag nochmal gekocht (1. Foto). Dann auch ohne Angebranntes.





Zutaten (für 1 Person)
1 Doradenfilet
gehackter frischer Rosmarin und Thymian
1 Knolle Fenchel
1/2-1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
1 TL Zucker
1 Schuss Sahne (geht auch ohne)
Olivenöl
Zitrone(nsaft)

Zubereitung
Zwei Pfannen auf dem Herd bereitstellen.

Fenchel waschen und in feine Ringe schneiden. (Also einfach in Scheiben, die Ringe ergeben sich ja dann von selbst...) Fenchelgrün beiseite legen. Gemüsezwiebel halbieren und in halbe Ringe schneiden. (Also einfach Scheiben, die - achnee, das hatten wir schon.) Knoblauch fein hacken.

Fisch ggf. entgräten, entschuppen und dann auf der Hautseite einschneiden. Mit Rosamrin/Thymian befüllen. Etwas (zusätzliches) Knoblauch kann man auch reintun wenn man will. Salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln (logischerweise nicht von der Hautseite, sondern der andern).

Etwas Olivenöl in der einen Pfanne, zu der man auch einen Deckel haben sollte, erhitzen (starke Hitze). Fenchel in das heiße Öl geben, anbraten. Nach 1 Weile Zwiebelringe und Knoblauch zugeben. Braten und rühren. Dann etwas Wasser und Sahne und den Zucker und Salz zugeben, Deckel drauf und dünsten, bis weich genug. (Weich genug heißt: noch bissfest).

Derweil Öl in der anderen Pfanne erhitzen. Fisch von beiden Seiten - erst Hautseite - anbraten. Alles auf 1 Teller geben. Mit Fenchelgrün garnieren. Schmeckt gut! (Das Angebrannte muss man nicht mitessen.)

Meat&Greet No. 17: Irgendwie asiatisch und ziemlich Wellness

Hier endlich der Beitrag zum letzten Meat&Greet (mittlerweile schon ein paar Tage her. Es gab Computerprobleme.)
Es gab: Spargelgemüse mit Knoblauch und Zitrone, Indisches Lamm-Curry und Erdbeeren mit Seidentofu und Grüntee-Zabaione. Der Nachtisch hat jetzt nicht sooo begeistert, was daran liegt, dass der Tofu für meinen Geschmack hätte süßer sein müssen (aber man konnte ja alles verrühren) und das Zutatenverhältnis bei der Zabaione nicht so perfekt war. Ich hab den grünen Tee irgendwie nicht rausgeschmeckt.
Hier die relevanten Details.



(Lamkeule ist nicht soo billig! Die Metzgerin hat sich geweigert, mir 200 Gramm zu verkaufen. Es gab also noch drei Tage in Folge Lamm. Vielen Dank, Frau Winkel!!! Aber boh, ich liiiieebe das Zeuch.)

Als "Aperitif" gab es diesmal keinen Alkohol sondern einen Bananensmoothie. Leider nicht selbstgemacht (ich faule Sau) aber trotzdem ganz o.k.




Dann die Vorspeise: Spargelgemüse



Zutaten (als Vorspeise für zwei reichlich)
500 g grüner Spargel
1 Handvoll frischer Spinat (geht auch mit TK)
ca. 150 g Cocktailtomaten
1-2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
etwas Zitronenschale, gerieben
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Spargel in der unteren Hälfte schälen, Enden abschneiden.



Schräg in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie fein hacken. Spinat waschen. Tomaten halbieren.

Öl im Wok erhitzen. Spargelscheiben darin 2-3 Minuten braten, dann Knoblauch, Zitronenschale, Petersilie zugeben. Spinat untermischen und braten, bis dieser zusammengefallen ist. Tomaten untermischen und heiß werden lassen. Salzen, pfeffern, servieren.


Hauptgang: Indisches Lamm-Curry



(kein so schönes Bild, ich weiß. Beim Meat&Greet überwiegt der Appetit meistens die Fotografier-Lust.)

Zutaten (für zwei)
200-300 g mageres Lammfleisch, z.B. aus der Keule
300 g Blattspinat (TK)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
Butterschmalz
je 1/4 TL Chilipulver und gemahlene Bockshornkleesamen
je 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Kurkuma
100 g Sahnejoghurt

Zubereitung
Spinat auftauen.
Knoblauch und Zwiebeln schälen, beides in Streifen schneiden.
Ingwer schälen, fein hacken.
Lamm in relativ kleines Gulasch schneiden.



(vorher)



(nachher)

Schmalz im Wok erhitzen und Fleisch darin bei starker Hitze anbraten. Zwiebeln zugeben, mitbraten. Hitze reduzieren und Ingwer und Knoblauch zugeben. Weiterbraten, dabei umrühren.

Nach ca. 10 Minuten alle Gewürze zugeben und nach kurzer Zeit ca. 150 ml Wasser angießen. Deckel drauf, bei schwacher Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Nach ca. 20 Minuten den Spinat zugeben.

Dann öffnen und bei starker Hitze alles einkochen. Am Ende den Joghurt unterrühren und nochmals heiß werden lassen.

Dazu natürlich: Reis.

Dessert: Erdbeeren mit Seidentofu und Grüntee-Zabaione



sahen so aus. Rezept erspare ich euch. Schneidet lieber einfach Erdbeeren klein, serviert dazu Seidentofu, Sojaoudding/-joghurt/-quark oder irgendeine andere Creme und macht eine Zabaione aus Zutaten, die besser sind. Oder einfach eine bessere Zabaione aus den selben Zutaten, wie auch immer.

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Was das alles soll

"Meat & Greet" war ursprünglich ein Projekt von Anke und Marianne, zwei Studentinnen der Geisteswissenschaften, die - sicherheitshalber! - ihre Skills in guter Hausfrauenküche verbessern wollten. Zu diesem Zweck trafen sie sich mehr oder weniger regelmäßig und bekochten sich gegenseitig fleischreich, um sich danach zu betrinken. Mittlerweile hat sich das Weblog dazu zu einer Art Rezepte-Tauschbörse mit gelegentlichen Exkursen in verschiedene alltagsnahe Richtungen entwickelt.

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