Ungarisches Paprika-Gulasch mit Kartoffeln und Krautsalat
Während man andernorts bereits dazu überging, in Gemüse Organe wiederzuerkennen, bin ich noch mit dem Fleisch beschäftigt, das nicht nur aussieht wie Fleisch, sondern auch tatsächlich welches ist.
Der Vorabend zur zweiten (und damit vorletzten) Abschlussklausur ist eine gute Gelegenheit für ein ungarisches Gulasch mit Kartoffeln und Krautsalat. Ganz zufällig hatte ich zwei Rezepte parat:
Gulasch nach original ungarischer Art von Anikó und feinen Krautsalat von Sonja.
Beim Gulasch hab ich (ein wenig mehr) Paprika und ein bisschen saure Sahne zugefügt, wie Anikó vorschlägt, und mich auch sonst genau ans Rezept gehalten. Rind- statt Schweinefleisch, aber das geht in Ordnung, oder!?
Tatsächlich war auch ich überrascht, dass das Fleisch ganz ohne Extra-Flüssigkeit auskommt. Schmorgerichte finde ich auch deswegen gut, weil man bei Langeweile schon nachmittags anfangen kann zu kochen und dann die ganze Wohnung nach Essen duftet. Wie bei dem bis in den Keller zu riechenden Sauerbraten, den ich im Frühjahr für Simon gemacht hab und der dann wegen Herdausfall kalt gegessen werden musste. Und die Kombination aus Paprika-Majoran riecht wirklich phantastisch und so, wie man sich einen runden Gulasch-Geruch wünscht.
Sonja sagt leider nichts dazu, wie lange so ein Krautsalat ziehen soll und ich denke nach ein, zwei Tagen schmeckt er noch besser. Für mich musste der Nachmittag reichen. Kümmel und Kohl passen prima! Ein wiederholtes Mal meinen nachdrücklichen Dank an den Erfinder des Kümmels.
Also, zusammen mit ein paar niedlichen kleinen Kartoffeln war alles ganz super und ich bin jetzt satt und zufrieden (naja...einigermaßen, aber am Essen liegt's nicht) und werde morgen einen gran-di-o-sen Essay schreiben (nicht).
Danke für die Rezepte!
(Eine kleine eingeklammerte Nachbemerkung noch zur mittlerweile beendeten "Biographie des Hungers" von Mme Nothomb: "Lesen war - neben dem Alkohol - das Wichtigste in meinem Leben. Von nun an war es der Suche nach dieser unbegreiflichen Schönheit geweiht." Danke und Prost.)

Ungarisches Gulasch mit Paprika
Zutaten (für 1 Person)
ca. 250 g Gulasch (bei mir: Rind)
1/2 rote Paprika, ich hatte eine ganze Spitzpaprika
1 mittelgroße Tomate
1 Zwiebel
etwas neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Paprikapulver edelsüß
Paprikapulver rosenscharf
Majoran, gerebelt
etwas saure Sahne mit Mehl verrührt
Zubereitung
Paprika in Streifen und Tomate kleinschneiden.
Zwiebel schälen, würfeln und bei mittlerer Hitze sehr lange (10-15 Minuten) andünsten. Vom Herd nehmen, zwei Sorten Paprikapulver unterrühren, sofort Fleisch zugeben (Paprika darf nicht anbrennen.) Salzen, pfeffern, majoranen.
Paprika und Tomate dazu, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 1,5 Stunden schmoren. Flüssigkeit muss nicht zugegeben werden. (Faszinierend!)
Vor dem servieren die Soße mit saurer Sahne mit Mehl abbinden.
Dazu: Kartoffeln uuuuuund:
Krautsalat
Zutaten
1 halber großer Weißkohl
1/16 l Wasser
1/16 l Essig
2-3 TL Salz
2 TL Kümmelsamen
1 TL Zucker
2 EL neutrales Öl
Zubereitung
Weißkohl mit großem Messer in seeeehr feine Streifen schneiden. Alle andern Zutaten außer Öl in einem sehr großen Topf aufkochen. Herd ausmachen, Topf auf der Platte stehenlassen, Kohl dazugeben, Deckel draufsetzen und Kohl zusammenfallen lassen. Ziehen lassen - je länger desto besser, aber mit mittags zubereitet und abends verspeist kann man es schon sehr gut essen, wobei noch etwas länger (bis zum nächsten Tag) sicher noch besser schmeckt. Vor dem Servieren das Öl unterrühren.
Der Vorabend zur zweiten (und damit vorletzten) Abschlussklausur ist eine gute Gelegenheit für ein ungarisches Gulasch mit Kartoffeln und Krautsalat. Ganz zufällig hatte ich zwei Rezepte parat:
Gulasch nach original ungarischer Art von Anikó und feinen Krautsalat von Sonja.
Beim Gulasch hab ich (ein wenig mehr) Paprika und ein bisschen saure Sahne zugefügt, wie Anikó vorschlägt, und mich auch sonst genau ans Rezept gehalten. Rind- statt Schweinefleisch, aber das geht in Ordnung, oder!?
Tatsächlich war auch ich überrascht, dass das Fleisch ganz ohne Extra-Flüssigkeit auskommt. Schmorgerichte finde ich auch deswegen gut, weil man bei Langeweile schon nachmittags anfangen kann zu kochen und dann die ganze Wohnung nach Essen duftet. Wie bei dem bis in den Keller zu riechenden Sauerbraten, den ich im Frühjahr für Simon gemacht hab und der dann wegen Herdausfall kalt gegessen werden musste. Und die Kombination aus Paprika-Majoran riecht wirklich phantastisch und so, wie man sich einen runden Gulasch-Geruch wünscht.
Sonja sagt leider nichts dazu, wie lange so ein Krautsalat ziehen soll und ich denke nach ein, zwei Tagen schmeckt er noch besser. Für mich musste der Nachmittag reichen. Kümmel und Kohl passen prima! Ein wiederholtes Mal meinen nachdrücklichen Dank an den Erfinder des Kümmels.
Also, zusammen mit ein paar niedlichen kleinen Kartoffeln war alles ganz super und ich bin jetzt satt und zufrieden (naja...einigermaßen, aber am Essen liegt's nicht) und werde morgen einen gran-di-o-sen Essay schreiben (nicht).
Danke für die Rezepte!
(Eine kleine eingeklammerte Nachbemerkung noch zur mittlerweile beendeten "Biographie des Hungers" von Mme Nothomb: "Lesen war - neben dem Alkohol - das Wichtigste in meinem Leben. Von nun an war es der Suche nach dieser unbegreiflichen Schönheit geweiht." Danke und Prost.)

Ungarisches Gulasch mit Paprika
Zutaten (für 1 Person)
ca. 250 g Gulasch (bei mir: Rind)
1/2 rote Paprika, ich hatte eine ganze Spitzpaprika
1 mittelgroße Tomate
1 Zwiebel
etwas neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Paprikapulver edelsüß
Paprikapulver rosenscharf
Majoran, gerebelt
etwas saure Sahne mit Mehl verrührt
Zubereitung
Paprika in Streifen und Tomate kleinschneiden.
Zwiebel schälen, würfeln und bei mittlerer Hitze sehr lange (10-15 Minuten) andünsten. Vom Herd nehmen, zwei Sorten Paprikapulver unterrühren, sofort Fleisch zugeben (Paprika darf nicht anbrennen.) Salzen, pfeffern, majoranen.
Paprika und Tomate dazu, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 1,5 Stunden schmoren. Flüssigkeit muss nicht zugegeben werden. (Faszinierend!)
Vor dem servieren die Soße mit saurer Sahne mit Mehl abbinden.
Dazu: Kartoffeln uuuuuund:
Krautsalat
Zutaten
1 halber großer Weißkohl
1/16 l Wasser
1/16 l Essig
2-3 TL Salz
2 TL Kümmelsamen
1 TL Zucker
2 EL neutrales Öl
Zubereitung
Weißkohl mit großem Messer in seeeehr feine Streifen schneiden. Alle andern Zutaten außer Öl in einem sehr großen Topf aufkochen. Herd ausmachen, Topf auf der Platte stehenlassen, Kohl dazugeben, Deckel draufsetzen und Kohl zusammenfallen lassen. Ziehen lassen - je länger desto besser, aber mit mittags zubereitet und abends verspeist kann man es schon sehr gut essen, wobei noch etwas länger (bis zum nächsten Tag) sicher noch besser schmeckt. Vor dem Servieren das Öl unterrühren.
porcelinablue - 20. Nov, 16:01









