Bei diesem Meat&Greet wurde gerollt, gewickelt und gekugelt.
Das Highlight waren hierbei ohne Zweifel die Rouladen, bei denen die Gewürzgurke durch Frühlingszwiebeln und Paprika sowie Feta ersetzt wurde. Die hierbei entstehende Soße wurde anschließend gerne pur gelöffelt und wir stehen gerade in Gesprächen mit Architekten und Ingenieuren, die mit uns die Idee eines riesigen bewohnbaren Dämpfeinsatzes, der sich über einem noch größeren Bräter befindet, verwirklichen, damit dieses als Wochenenddomizil genutzt werden kann.
Ich würde soweit einlenken, dass die Nachspeise mit den Kartoffeln eine etwas eigenwillige Kombination darstellt und man beim nächsten Mal vielleicht die Variante mit Quark ausprobiert. Aber für solche Erkenntnisse probiert man ja gerne neues aus.
Vorspeise und Hauptspeise werden beim nächsten Mal vielleicht getrennt voneinander serviert (beide für sich waren allerdings sehrsehr lecker) und fürs Weihnachtsmenü wird die Roulade vielleicht eher von einer Consommé begleitet.
Lobend hervorheben möchte ich außerdem die etwas unscheinbar daher kommenden Zitronen-Ofenkartoffeln. Besonderen Spaß macht es, dass man die Schale der Zitrone einfach mitessen kann, denn die ist gar, wenn sie aus dem Ofen kommt.
In diesem Sinne: Prost!
Zunächst:
Frühlingsrollen mit Tomaten-Curry-Salsa
Zutaten (für etwa 10 Rollen [die wir natürlich nicht alle vertilgt haben])
Filoteig
250g gemischtes Hackfleisch
Sprossen, frisch oder aus dem Glas (etwa eine große Tasse voll)
3-4 Frühlingszwiebeln
1 Karotte
einige Blätter Wirsing
Ingwer
Koriander
Salz (oder Sojasoße)
Pfeffer
Zitronensaft
1 Ei
für die Soße:
1 Dose gehackte Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Ingwer
Currypulver
Zucker
Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Filoteig auftauen lassen.
Die Karotte grob reiben, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und von den Wirsingblättern den Strunk entfernen und diese ebenfalls klein schneiden. Dann das Hackfleisch nach und nach krümelig braten und das Gemüse hinzu geben und mitdünsten. Salzen, Pfeffern, etwas Zitronensaft hinzugeben und mit Koriander und Ingwer abschmecken. Dann das ganze beiseite stellen und die Tomatensoße machen:
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in wenig Öl glasig dünsten. Mit etwas Zucker karamellisieren und mit etwas Zitronensaft ablöschen und die Tomaten dazugeben. Großzügig mit Currypulver würzen und mit Pfeffer, Salz und Ingwer abschmecken. Einkochen und kalt werden lassen.
Jetzt den aufgetauten Filoteig ausklappen und jeweils ein Blatt ausbreiten. Ein wenig von der Füllung auf dem unteren Ende auslegen, die Seiten einklappen und nach oben aufrollen. Das Ende der Rolle mit verquirltem Ei zusammenkleben. Wenn alle Rollen fertig sind, diese in etwas Öl goldbraun braten und mit der inzwischen erkalteten Tomatensoße servieren.
Darauf:
Rouladen, Zitronen-Ofenkartoffeln, glasierte Zuckerschoten
Zutaten (für 2 Personen)
2 Rinderrouladen
2 Scheiben dünner Schinkenspeck
Feta
1 Paprika
2-3 Frühlingszwiebeln
Senf
Pfeffer
250ml Brühe
250ml Rotwein, trocken
Schmand oder Creme Fraiche
1 Knolle Knoblauch
6 kleine bis mittelgroße Kartoffeln
1 Zitrone (unbehandelt)
Olivenöl
Meersalz, grob
Pfeffer
Zuckerschoten
Zucker
Zubereitung
Zunächst Paprika und Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden.
Dann die Rouladen abwaschen und trockentupfen. Ausreichend Senf mit einer fein gehackten Knoblauchzehe vermischen und damit die Rouladen bestreichen. Den Speck auf den Senf legen und jetzt die Paprika und Frühlingszwiebeln auf dem Speck verteilen und Feta drüberbröseln. Ordentlich pfeffern und die Rouladen fest genug aufwickeln und mit Zahnstochern fixieren.
Die Kartoffeln vierteln und die Zitrone in nicht zu dicke Scheiben schneiden, die Knolle Knoblauch in einzelne Zehen zerteilen und diese schälen. Das ganze mit Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer Auflaufform vermischen und bei 180°-200°C etwa 40-50 Minuten im Ofen garen.
Inzwischen etwas Öl in einem Bräter oder Topf heiß werden lassen. Die Rouladen von allen Seiten anbräunen lassen und mit Brühe und Wein ablöschen.
20-30 Minuten (je nach Größe) in der Soße garen. Das Fleisch herausnehmen und in Alufolie gewickelt kurz ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Soße mit Schmand konsistent machen und evtl. nachwürzen (war in diesem Fall völlig überflüssig).
Die Zuckerschoten 1 Minute blanchieren und dann kurz in eine Pfanne geben und mit Zucker karamellisieren.
Alles zusammen anrichten und mit außreichend Rotwein verzehren.
Schließlich:
Zwetschgenknödel
Zutaten (für 6 Knödel [von denen einer als Nachtisch völlig ausreicht])
400g Kartoffeln
2 Eigelb
30g Butter
3-5 EL Mehl
3-4 EL Grieß
Puderzucker
6 Zwetschgen
6 Stücke Würfelzucker
außerdem:
50g Butter
Semmelbrösel
Zubereitung
Die Kartoffeln mittags schonmal kochen, pellen und erkalten lassen.
Dann die Kartoffeln durch eine Presse drücken oder mittels anderer Geräte breiig zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit Eigelb, Grieß, Mehl und Zucker zu einem Teig verkneten. Den Teig einige Minuten ruhen lassen und schonmal Wasser aufsetzen. Einen kleinen Probekloß machen und testen, ob der Teig konsistent genug ist. Wenn nicht, noch etwas Mehl zugeben.
Die Zwetschgen halbieren, den Stein entfernen und jeden Stein durch ein Stück Würfelzucker ersetzen. Jetzt die Zwetschgen mit dem Teig ummanteln und im simmernden Wasser für 10 Minuten garen.
Die restliche Butter schmelzen und mit Semmelbroseln hellbraun rösten und über den Knödeln verteilen.
Frauvanundzu - 7. Okt, 23:59